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Category Archives: Energie

Energy news leaping forward

European research for alternative energies is booming.Treasores is an EU-project that deals with cheaper production of large area organic electronics, such as solar cells. AMON-RA will develop one-dimensional nanowires for photovoltaic.
The electree from Vivien Muller is a modern sculpture imitating a bonsai and the leaves are small photovoltaic panels. Suitable to charge mobile devices.  Ecological design may also be of interest with garbage upcycling design.
Redox-flow-batteries may safe future energy at interesting scales and prices.
LED lamps are getting cheaper and more popular, through led24.de one can buy all kinds of different lights.

The 5th Cool IT-Ranking from Greenpeace is online, Google, Cisco and Ericsson are in best position, although there is still a long way to reach real green solutions. On marktcheck one can find the Austrian version.

All these devices use rare earth elements (REE), which arei ncreasingly problematic with recycling quota under 1% and Chinese monopolies. Within this framework urban mining seems to reach new height, especially if planned obsolescence is still state of the art in consumer goods. The Konsumet asks the public for their opinion with a current poll.

Effizienz

Der Ölpreis ist seit 1998 um das 9fache gestiegen von 12$/Barrel auf 110$/Barrel (Quelle: Tecson, VCÖ 2012). Das ist natürlich Auslöser für alternative Energieforschung und natürlich auch Effizienzstrategien.

Die Ressourceneffizienz wird in dem nationalen Ressourceneffizienzaktionsplan, kurz REAP festgehalten. Auf europäischer Ebene folgt “resource-efficient Europe” einer von sieben “Flagship initiatives of the European 2020 Strategy”, die auch erneut in einem Manifest festgehalten werden. Die Energieeffizienz schlägt national mit einem neuen Energieeffizizienzgesetz zu Buche. Dabei sollen ingesamt jährlich 8,1 Petajoule eingespart werden. Global 2000 kritisiert die vielen Ausnahmeregelungen, wobei große energieintensive Betriebe weniger einsparen müssen als Klein- und Mittelunternehmen. Dazu passend ist die erste Auflage der Broschüre “energy  innovation austria“des bmvit erschienen, die viermal im Jahr publiziert werden soll. Wer daraufhin so ambitioniert wird, selber in die Energieforschung zu gehen, hat unter anderem noch die Möglichkeit bei der Energy Mission Austria mit zu machen.

Wer auf der anderen Seite Ressourcen und Energie sparen will, kann auch auf eine minimalistischere Lebensweise umsteigen, wie z.B. sehr gut in dem Blog Mr. Mininmalist dargestellt.

Gebäude werden angepasst

Mit der Anpassungsstrategie an den Klimawandel des österreichischen Ministeriums, sowie der Ökodesignrichtlinie, und der Passivhausrichtlinie gehen wir in eine “kohlenstoffarme” Zukunft, so wird immer wieder berichtet, vor allem wenn von “Green Economy” die Rede ist, die stark von den vereinten Nationen propagiert wird. Diese Kohlenstoffe werden normalerweise in Form von CO2 gehandelt, wobei diese Richtlinie auch gerade reformiert wird.
Gebäude werden auch verpflichtend effizienter, da ab 2020 gar nur mehr Passivhäuser errichtet werden dürfen. Sanierungsquoten von 3% sind auch nur bei öffentlichen Gebäuden vorstellbar, bei privaten liegt sie unter 1%, d.h. das wir in Österreich nach 100 Jahren noch nicht fertig sind und dann wieder alles von vorne anfangen müssen.

Einige Vorzeigeprojekte, die alle Stückchen spielen sind z.B. das erste fertiggestellte Gebäude der Seestadt Aspern, das aspernIQ und natürlich das Leuchtturmprojekt gugler*, das neben schadstofffreien Baustoffen auch Rückbaubarkeit und kleine geschlossene Kreisläufe im Gebäude selbst realisieren soll.

Für den Alltagsverbraucher, der noch keine neuen kreislauffähigen Gebäude konstruiert gibt es natürlich auch Tipps zum Energiesparen z.B. mit dem 1500 kWh Einfamilienhaus.

Energiegewinnung mit Wasser

Auf der Universität von Oregon State wird an mikrobiellen Brensstoffzellen gearbeitet, die nun schon bald mehr Strom aus Abwasser gewinnen können, als die Aufarbeitung benötigt.

Das zukunftsweisende Projekt BIQ in Hamburg integriert Algenreaktoren als Fassadenelemente in ein Wohngebäude. Damit werden Wärme und Energie gewonnen.

In der Bretagne geht ein Meeresströmungskraftwerk in seine nächste Phase, d.h. die Verbindung der Anlage per Kabel mit dem Festland, Details auf dem französischen Wissenschaftsportal und mit Videos auf der Betreiber Seite.

Erdöl in der Arktis führt zu Energiesparmaßnahmen

Gazprom und Shell erschließen nun vermehrt Öllager in der Arktis, ohne geeignete Notfallpläne, was Greenpeace dazu bewegt hat eine Plattform in der Arktis zu besetzen.

Ein Grund mehr für den Umstieg auf Erneuerbare. Die große weltweite Offensive  an “Green Jobs” hat auch Kehrseiten. So versucht China mit starker Unterstützung der chinesischen Regierung Weltmarkführer auch in dem PV-Bereich zu werden, was den Verein EU ProSun dazu veranlasst hat Handelsbeschwerde einzulegen, mit Erfolg wie scheint, da die EU-Kommission eklärt hat, ein Anti-Dumping Verfahren gegen China zu eröffnen.

Die Massenproduktion von Mini-Solarpanelen für Geräte kann bald sehr kostengünstig erfolgen, dank eines Crowdfund-Projektes von kickstarter.

Pumpspeicherkraftwerke funktionieren mit Überkapazitäten aus dem Stromnetz und neuerliche Stromproduktion zu Spitzenzeiten. Seit dem PV und Windräder immer stärker am Markt sind, haben sich auch die Spitzentarife geglättet und die Pumpen laufen immer weniger, Beitrag auf energie-bau.at. Hingegen der einstigen Meinung, dass Alternativstrom die Strompreise teurer werden lässt, tritt genau der gegenteilige Effekt auf, da mit der Verdrängung von teuren Kraftwerken vom Markt Strom im Durschschnitt billiger wird, man spricht von dem Merit-Order-Effekt.

Energiesparen ist nicht zuletzt auch von eigenem ökonomischem Interesse. Geschirrspüler waschen besser und wasser- sowie energiesparender mit langsameren Programmen, wie der Konsument berichtet. Der Übergang zu modernen Energiesparlampen ist es übrigens auch, wobei der Zwischenschritt zu den quecksilberhaltigen Lampen gar nicht notwendig ist, da ein Nervengift eines bleibt auch in geringen Konzentrationen. LEDs im Gegenzug werden immer attraktiver, da neben ökonomischer Pflanzenzucht auch Designstücke, die geknautscht werden können wie die von booo erworben werden können, wenn sie nicht gerade ausverkauft sind.

Das wird besonders interessant, wenn man an steigende Energiepreise denkt, wobei natürlich wieder Öl und Gas am teuersten aussteigen, siehe hier. Eine neue Heizanlage kann auch bis zu 2.000 Euro jährlich sparen, wie eine Studie der ÖGUT beschreibt.

Erdgas wird in Zukunft in flüssiger Form als Schiffstreibstoff dienen, dass über ein großes Joint Venture in Nordwesteuropa und den Aufbau einer Versorgungskette erreicht werden soll.

Windräder

154 m hat mittlerweile ein Super-Rotor der neuesten Generation von Offshore-Windrädern, die mit 6 Megawatt bis zu 6000 Haushalte mit Strom versorgen können. Diese wurden vor der Küste Dänemarks installiert, wobei die nächsten zwei 6 MW Anlagen vor England geplant sind.
Dieses Video zeigt einen kurzen Film zu der Konstruktion von Windrädern von Ökostrom:

Biogas 2.0

Eine Maismonokultur ist in vielen Gegenden Deutschlands das neue Zeichen der Energiewende, siehe NDR Reportage. Seit 2009 testet die bayrische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Blumenwiesen als Input für Biogaserzeugung, siehe pdf “Wild statt Mono”. Bluemenwiesen erreichen etwas mehr als die Hälfte des Referenzertrags Maisfeld, trotzdem ist sogar nur aus wirtschaftlichen Standpunkt zumindest gleichauf, da weder Spritzmittel benötigt werden, noch neuerliche Aussaat im Folgejahr. Natürlich kommt noch der Mehrwert der Umweldienstleistung hinzu, der aber zumeist noch nicht in Kosten mitaufgenommen wird. Selbst in dieser Richtung gibt es schon zahlreiche Bemühungen und konkrete Berechnungen, was ein funktionierendes Ökosystem uns Menschen für einen Wert darstellt, die bekannteste ist neben der Gemeinwohlbilanz, die Initiative TEEB.

Die Niedrigerträge von Biogasanlagen selber, die nur mit Subventionen wirtschaftlich betrieben werden können, können mit geeigneten Mischungen des eingesetzten Inputs schnell wirtschaftlich werden. Klärschlamm gemischt mit Strukturmaterialien, wie Pflanzen oder Lebensmittelabfällen ergibt eine vierfache Biogasmenge, siehe Blue Economy Beispiel.

Neue Technologien schaffen Abgasfreiheit

Amsterdam will bis 2040 abgasfrei sein, so berichtet der Spiegel online. Dazu braucht es neben einem ambitionierten politischen Programm auch großzügige finanzielle Anstösse. Neben zahlreichen öffentlichen Ladestationen sollen private Nutzer davon profitieren, wenn sie auf Elektrofahrzeuge umsteigen. Auch Boote und LKWs sollen nicht mehr mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren  betrieben werden. Somit ist es kein Wunder, dass alle namhaften Autohersteller zumindest eine Serie mit Elektroantrieb bereits auf dem Förderband haben.

Die Zeichen der Zeit gehen aber auch nicht an den österreichischen Firmen vorbei, die nun einmal Weltklasse sind in Verbrennungskesseln. Derzeit sind Firmen wie Bösch, Energie Steiermark, KWD, ÖkoFen, SenerTec und Vaillant dabei Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf den Markt zu bringen. Diese Geräte sind heizungsgeführt, dass heißt, wenn Wärmebedarf vorhanden ist, springt der Kessel an und verbrennt zumeist (Erd- oder Bio)gas und erzeugt Strom, wobei die Abwärme zum Heizen genützt wird. Erdgaspreise sind gleichzeitig dabei um knappe 18% zu steigen, man muss somit warten, dass endlich Biogasanlagen großflächig ins Netz einspeisen. In Wien wird das leider noch dauern, da der “giftige” Klärschlamm (der reich an, für die Landwirtschaft notwendige Phosphaten ist) mit dem generierten Biogas verbrannt wird. Gute Informationen zu verschiedenen Kesseln sind auch bei der Vereinigung österreichischer Kessellieferanten zu finden. ÖkoFen benutzt moderne Medien um über ihren Forschritt der Kraft-Wärme-Kessel mit Pellets zu berichten.

Ein weiterer interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang ist der Biomeiler, der die selbst gemachte Variante darstellt, Wärme und gleichzeitig Kompost zu generieren. Man könnte auch noch Biogas gewinnen, dass allerdings in Österreich aufgrund der strengen Auflagen, allerdings nicht einfach zugelassen wird. Die explosionsgeschützten Behältnisse und dazugehörige Regelmechanismen machen ein derartiges Low-Budget Unterfangen zu einer komplett unwirtschaftlichen Anlage.

Energy Harvesting ermöglicht Kleinstgeräte ohne Kabel und Akku zu bedienen. Die notwendige Energie wird über den Tastendruck selber gewonnen. Damit öffnet sich ein komplett neues Spektrum an Möglichkeiten. Neben der Möglichkeit über Funk alle Lichtschalter autark zu betreiben, erspart es auch sämtliche fragwürdige PVC-Kabel im Haushalt, die ansonsten schwierig durch Silikon ersetzt werden können.

Die Taschenoffensive und andere innovative Konzepte Energie zu gewinnen

Drei innovative Taschenhersteller sind in letzter Zeit mit nachhaltigen Produkten aufgefallen. Zwei davon haben Solarfenster eingebaut, die es möglich machen tragbare Geräte wie Handys oder MP3 Player aufzuladen, “solar fidelity”(so-fi®) überzeugen durch ihr modernes Design, während SunnyBAG® klassisches Design bevorzugt.

Einzigartige Taschen aus unzerstörbaren Recyclingmaterialien wie LKW Planen sind von ab.ag®.

Orange power wellies sind Gummistiefel, die über den Temperaturunterschied von der Fußsohle zum Untergrund, Strom generieren und mobile Geräte aufladen können.

Von Energie in der Krise zum globalen Umdenken

Laut Börsenews konnten die Energieriesen Exxon und Shell dank des gestiegenen Ölpreises ihre Gewinne verdoppeln auf viel Milliarden Euro pro Quartal.. Die Erdölfirmen setzen immer mehr auf problematisch abzubauende Ölsande sowie auf Tiefseebohrungen in der Arktis. Austretendes Öl kann in kalten Gewässern noch schlechter abgebaut werden und unter monatelangen Eisdecken auch nicht mehr eingedämmt.

Gleichzeitig wird bereits auf Ministeriumsebene bereits seit langem von einer Fiskalreform gemunkelt. Diese sieht vor, Arbeit steuerlich zu entlasten und Energie im Gegenzug etwas höher zu belasten. Eine Netzparität der Erneuerbaren ist somit nicht mehr etwa 2020 zu erwarten, sondern kann schon dementsprechend früher eintreten. Laut dem Wirtschaftforschungsinstitut soll eine Steuerreform noch tiefgreifender reformieren. Es ist altbekannt, dass Steuern als Lenkungsmaßnahmen “von oben herab” wirken. Dieser Governance Ansatz kann auch vorbeugend agieren, sogar im Bezug auf unsere eigene Gesundheit. So wurde z.B. in Frankreich eine “Cola-Steuer” eingeführt auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke, was manchen großen Konzernen natürlich nicht sehr gut gefallen hat.

Die Problematik, dass mit Geld Politik gekauft werden kann spricht der jüngste Film von Annie Leonard an, siehe https://www.storyofstuff.org/movies-all/story-of-citizens-united-v-fec/

Ab 8. November werden zu dieser Thematik unter https://storyofstuff.org/broke/ Lösungsmöglichkeiten präsentiert.

Energie in Kraftwerken & Abfallwirtschaftsdialog

Osmosekraftwerke können die natürliche Vermischung von Süß- und Salzwasser energetisch nutzen und können somit an Flussmündungen gebaut werden. Doch nicht alle Standorte sind optimalen Bedingungen ausgesetzt. Die Universität Bochum hat sich genauer mit diesem Thema beschäftigt.

Die deutsche Bundesregierung kann laut des Bundesverfassungsgerichts nicht ohne Bundesrat der Verlängerung von alternden Atomkraftwerkenzustimmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel kann nun die rückwärtsgewandte Atompilitik der schwarz-gelben Bundesregierung beenden und wird aufgefordert sich nicht vier großen Konzernen mehr verpflichtet zu fühlen als der klaren Mehrheit der Bevölkerung. Deutsche Umwelthilfe

Elektromobilität wird derzeit hochstilisiert, wobei nicht nur Vorteile aus der neuen Industriebranche entwachsen. Eine Studie von A.T. Kearney hinterfragt den E-Auto-Hype.
Gleichzeitig gibt es einen neuen Rekord in Reichweite ohne nachladen. Der “Japan Electric Vehicle Club” hat über 1000 km mit einem Elektroauto zurückgelegt.

Sunplugged, eine österreichische Firma, hat ein mobiles Photovoltaiksystem für Transportfahrzeuge entwickelt. Damit lassen sich in etwa 1000 Liter Treibstoff im Jahr sparen und es amortisiert sich bereits in drei bis fünf Jahren

Den Endbericht der vom BMVIT in Auftrag gegebenen Studie “Innovative Energietechnologien in Österreich Marktentwicklung 2009”sowie eine Übersichtstabelle mit den wichtigsten Kennzahlen (Umsätze, Arbeitsplätze, Export, CO2-Einsparung und installierte Leistung in den 4 Sektoren) finden Sie unter folgendem Link: www.nachhaltigwirtschaften.at/publikationen/view.html/id797

Energy [R]evolution skizziert Wege zu einer 100% Versorgung mit erneuerbaren Energien für die Welt in dem Bericht “Energie [R]evolution: A Sustainable World Energy Outlook” der von “European Renewable Energy Council” (EREC) und Greenpeace vorgestellt wurde.

Nach 20 Jahren Abfallwirtschaftsgesetz haben Lebensministerium in Zusammenarbeit mit dem ÖWAV (Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband) den Abfallwirtschaftsdialog ins Leben gerufen. Alle Interessierten und insbesondere die Stakeholder aus der Abfallwirtschaft sind eingeladen in diesem Rahmen auf aw2020.at Lösungsansätze und Zukunftsszenarien für die österreichische Abfallwirtschaft in den kommenden 10 Jahren zu bewerten und eigene Vorschläge einzubringen.

Energie in Haushalten Juni 2010

Energieverbrauch sinkt durch energieeffiziente Haushaltsgeräte um 25%, das bedeutet eine Ersparnis für einen Haushalt von 400€ im Jahr oder 915 kg CO2 (Emissionsfaktor 0,44 kg CO2/kWh bei typ. Strommix). Für 20 Jahre alte Geräte sind sogar bis zu 50% drinnen. Siehe: www.deridealehaushalt.at.
Auch innovative Beleuchtung kann Energiekosten senken und dem Raumklima ein besonderes Ambiente verleihen. Viele interessante Informationen zu diesem Thema und mehr sind zu finden in den Publikationen des oberösterreichischen Energieverbandes: www.esv.or.at/info-service/publikationen
Es gibt eine interessante Bewertung der Stiftung Warentest über Energiesparlampen, die sogar stinken können.

Bauteileaktivierung
ist ein neues Schlagwort bei der Errichtung von Gebäuden. Wasserdurchflutete Kunststoffrohre in Betondecken und -wänden können als Heiz- und Kühlelemente verwendet werden, was sich reduzierend auf den Energiebedarf ausübt. Das BMVIT zusammen mit industrienäheren Kooperationen hat einen Innovationspreis 2010 ausgelobt für dermaßen errichtete Gebäude. Weiterführende Infos unter www.betonmarketing.at.

Eine innovative Passivhaustechnik in Stockholm nutzt die Körperwärme tausender Pendler aus dem Hauptbahnhof und beheizt damit über einen Wärmetauscher ein in der Nähe liegendes Bürohaus. Diese Anwendung sei in allen Bereichen sinnvoll, in denen sich viele Menschen aufhalten,beispielsweise große Bürogebäude oder Einkaufszentren.www.eu-koordination.de

Ein neuer Fördertopf für Photovoltaik Anlagen für das Jahr 2010 ist draußen und ab 28.6 bis 31.8 aktiv.Informationen über neuen Richtlinien und Antrag hier.

BP Boycott

Nach an die Öffentlichkeit gerückte Meldungen von Shell und Nigeria vor vielen Jahren ist das der nächstgrößte Kapitalwahn, den die Petroindustrie zu verzeichnen hat, mit dem unstoppbaren Austritt von 800000 Litern Erdöl täglich und das seit Monaten, hier berichtet. Somit hat es auch BP geschafft, Grund genug zu liefern um boykottiert zu werden, boycottbp.org.

Es gab genau die gleiche Geschichte schon 1979:

Ein Comedy Video parodiert einen Coffee Spill von BP:

Mittlerweile ist bekannt, dass sich in dem Ölvorkommen noch mehr als sieben Milliarden Liter Öl befinden, die somit noch etwa vier Jahre weiter ins Meer sprudeln könnte..

Die größte Ölpest der amerikanischen Geschichte scheint in der Ölindustrie kein Umdenken bewirkt zu haben: Der brasilianische Ölkonzern Petrobras möchte ein riesiges Ölfeld vor der Küste Brasiliens erschließen – trotz technisch schwierigen Voraussetzungen bei unerschlossenen Tiefen von bis zu 7000 Metern mit einer zwischenliegenden mehreren Kilometer dicken Salzschicht. Hintergrund: Börse online

Urwald & Kleinwasserkraft

Nestlé scheint auf eine große Greenpeace-Kampagne gegen Regenwaldzerstörung gehört zu haben und will auf Palmöl auf Kosten von
Regenwald verzichten. Es wurde auf die breite Öffentlichkeitsarbeit per Internet aufmerksam und hat nun beigegeben. Weitere Infos:
https://www.greenpeace.at/nestle.html?&type=98

Auch unsere Aulandschaften sind bedroht durch den Ausbau der Schiffahrtskanäle. Der WWF hat eine Petition ins Leben gerufen: www.die-au.at

Zu dem Ausbau der Donau wird ein passendes Seminar vom ÖWAV im Oktober (Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband) angeboten, sowie Auswirkungen des Klimawandels auf Hydrologie und Wasserwirtschaft in Österreich am 24./25. Juni in Wien!

Flussstrecken in Gewässern sind unbedingt notwendig für den Erhalt des Lebensraums zahlreicher Arten. Die meisten Flüsse sind schon verbaut und wenige freifließende Strecken bleiben noch über.

Kleinwasserkraft wird in Österreich schon seit vielen Jahren propagiert. Prinzipiell ist sie eine sinnvolle und effiziente Art der Energiegewinnung, wenn alle Faktoren der Benützung des Flusses von diversen Lebewesen in Betracht gezogen werden, von Mikroorganismen bis hin zum paddelnden Menschen.

Riesen- oder Megakraftwerke sind sehr oft problematisch, nicht nur wegen der Vertreibung Einheimischer und Überschwemmung von Kulturland sondern auch ökologisch, wasserrechtlich und nicht zuletzt auch ökonomisch. Eine normale Lebensdauer eines Staudamms liegt zwischen 20 und 70 Jahren, da er dann unökonomisch wird wegen Versachlammung des Staubereiches. Verdunstung der enormen exponierten Fläche des Stausees an heißen Sommertagen muss in Betracht gezogen werden, sowie, laut WCD, auch die Emission von Treibhausgasen, die sogar auf Mengen ansteigen können, die über denen liegen eines konventionell betriebenen vergleichbaren Erdöl-verfeuerndem Kraftwerk. https://www.newscientist.com/article/dn7046

Es gibt viele Alternativen, die es nicht nötig machen weltälteste Kulturstätten oder Riesenurwaldflächen zu überfluten. Wir können von den destruktiven längst überholten Methoden loslassen und unseren Weg in die einzig mögliche nachhaltige Zukunft mitgestalten!

Energy Generating Dancefloor

Der “Club Watt” in Rotterdam trägt auch seinen Beitrag um das Ziel 50% der CO2 Emmisionen zu reduzieren.  Regenwasser wird dort für die WCs verwendet, nachhaltige Getränke serviert, deren Gläser bei Neubestellung wiederverwendet und über die ZERO Waste Bar serviert.
In Shanghai soll der nächste ähnliche Club noch heuer eröffnet werden.

Supergau der Öl-Lobby – auf zur Energiewende!

Der Öl- und Benzinpreis unserer Tage ist dem Paradigma des Strebens nach Maximierung untergeordnet. Er wird tendentiell nie wieder niedriger werden, da eine Ölfördermengenerhöhung mit gleichen finanziellen Mitteln nicht mehr möglich ist. Es muss immer tiefer und an immer schwieriger zugänglicheren Orten nach Öl gebohrt werden. Im Golf von Mexiko sollte Erdöl aus 1600 Meter unter dem Meeresspiegel gefördert werden, laut BP sollte nur ein “nahezu nicht vorhandenes” Risiko einer ernsten Umweltgefahr vorhanden sein, doch ist die Bohrplattform explodiert und im Meer versunken. Seit 22. April strömen nun täglich 800.000 Liter Rohöl aus und können trotz zahlreicher Versuche mit einer Metallglocke nicht aufgehalten werden, das Ende ist noch offen. Die Verschmutzung ist jetzt schon gewaltigen Ausmasses, wenn man bedenkt, dass ein Liter Öl in etwa eine Million Liter Wasser verunreinigen kann, geschweige, dass sämtliche Lebewesen dort darunter leiden..
Die Verhamlosung des Risikos ist der gleiche Zugang wie jener von AKW Befürworten, “das Restrisiko, dass uns jeden Tag den Rest geben kan” (Franz Alt, 2010).

Es gibt bis Ende Mai einen Onlinefragebogen für einen möglichen Gesetzevorschlag zur Entsorgung von radioaktiven Müll.
Der Bescheid für eine Umweltverträglichkeitsprüfung von Mochovce Reaktorblock 3 und 4 von der slowakischen Bundesregierung. Er negiert mögliche Umweltfolgen vollständig und kommt zum Schluss, dass mögliche Auslegungsstörfalle nur 3 Kilometer Umreis betreffen. Er geht auf vorhandene Fragestellungen wie die Containmentfrage (Sicherheitsmaßnahmen im Falle eines Flugzeugabsturzes) nicht weiter ein. Auf diesem fachlichen Niveau des Bescheids, wäre auch dem Tschernobyl-Reaktor Umweltverträglichkeit attestiert, so Radko Pavlovec, Anti-Atom-Beauftragter des Landes Oberösterreich.

Wir verbrennen mittlerweile an einem Tag soviel Kohle, Gas, Öl und Uran, wie die Natur in einer Million Tagen angesammelt hat.
Es soll eine neue Erdgassüdpipeline gebaut werden und Grundstückseigentümer enteignet, gelichzeitig ist die Tauerngasleitung gescheitert, da zu wenige Interessenten gefunden wurden. Laut VCÖ führt Autofahren zu höheren Umweltkosten als bezahlt werden, Kostenwahrheit, wie bei den von Rauchern verursachten Kosten, entsprechen anderen Werten.

Es liegt auf der Hand, dass eine Wende unabänderlich ist und der Umstieg lieber heute als morgen passieren soll. Zu diesem Thema passt wieder der einst angekündigte Film “Die 4.te Revolution Energy Autonomy“, der im Kino anzusehen ist.

100% erneuerbare Energie ist möglich, zeigt eine Studie der Energywatch Group aus Berlin. Bis 2030 wäre eine komplette Umstellung der Energieweltversorgung auf Windkraft, Wasserkraft und Sonnenenergie möglich. Ökonomisch würde sich der Kostenwandel bereits in 10 Jahren vollstrecken, da der Energiepreis aus erneuerbaren dann eindeutig nachhaltig unter dem von herkömmlichen Kraftwerken befände. Mehr Informationen gibt es unter: https://www.energywatchgroup.org.
World Future Council und die HafenCity Universität Hamburg stellten in Rio de Janeiro eine Studie zu Städten und Klimawandel vor. Eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien ist möglich. Sie beschreiben einen Sieben-Punkte-Plan und schlagen eine Priorisierung aller Maßnahmen vor, die innerhalb der Stadt getroffen werden können, bezüglich Eigenvorsorgung von Energie und Zulieferung von dem Umland.

In Wien Aspang entsteht Europas größte Passivhaussiedlung, “Eurogate“, mit über 700 geförderten Wohnungen. Wien baut damit ihre welweite Vorreiterrolle in mehrgeschossigen Passivhausbau aus.

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Systemen für alternative Energieversorgungen. Innovative Windsysteme haben eine preisreduzierende Wirkung (Merrit-Order.Effekt), laut neuerlicher Studie von Pövry AS. Es gibt sie mittlerweile im Überfluss, einige Vertreter hier: https://www.turby.nl/, https://www.cleanfieldenergy.com/, https://www.wepower.us/, https://www.neuhaeuser-windtec.de/, https://www.endurancewindpower.com/, https://www.hannevind.com/, https://www.heos-energy.de/. Neue Technologien erhöhen die Leistungen bei halber Komponentenzahl.
Abgeschaut von modernen Flugdrachen:
Kitegen Stem, renewable energy

Auch Anlagenpreise für Photovoltaik-Systeme sind bereits unter 3000€ je kWp für Deutschland gefallen, in Österreich allerdings fehlen die notwendigen Rahmenbedingungen.Ein neues Verfahren kann Ökostrom von Photovoltaik oder Windkraft in synthetischen Erdgas speichern. Wasserstoff-Elektrolyse und Methanisierung werden kombiniert. Der überschüssige Ökostrom spaltet Wasser in seine Bestandteile, Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff reagiert anschließend mit Kohlendioxid zu Methan. Eine deutsch-österreichische Kooperation hat bereits erste funktionierende Demonstrationsanlagen in Betrieb und möchte ab 2012 eine Anlage im zweistelligen Megawattbereich errichten. Infos hier: https://www.solar-fuel.com und hier https://www.fraunhofer.de/en/press/research-news/2010/04/green-electricity-storage-gas.jspSolarwave ist aufgebrochen um mit einen Elektrokatamaran nur betrieben mit Photovoltaik Panelen um die Welt zu segeln. SolarImpulse hat seinen dritten Testflug hinter sich. Ziel ist es auch einmal um die Welt zu fliegen. Es ist möglich, beweist uns die Technologie nun immer wieder!Holzpellets werden immer billiger im Vergleich zu Erdöl, bald kann man sich die Hälfte der Heizkosten sparen, auch die Produktion von Pellets in Österreich ist beinahe doppelt so groß wie der Verbrauch.

Energiepflanzen tragen mittlerweile einen erheblichen Teil zur alternativen Energiegeweinnung bei. Es ist gleichzeitig wichtig, die dafür in Konkurrenz zu Lebensmitteln stehende Anbaufläche nachhaltig und trotzdem ökonomisch attraktiv zu gestalten. Es sollen unter anderen Methoden wie Mischfruchtanbau verwendet werden. Weiterführende Informationen, sowie zahlreiche andere Informationen über nachwachsende Rohstoffe können auf der FNR Homepage kostenfrei heruntergeladen oder bestellt werden.

Erneuerbare Energien

Greenpeace übt weiterhin massive Kritik an der Riskotechnologie der Speicherung von CO2 in unterirdischen Endlagern, da eine immense Verteuerung der Energiekosten die Folge wäre und stützt sich dabei auf eine Studie der Universität Harvard die vorrechnet, dass bei einem Kohlekraftwerk mit “Carbon Capture” die Stromerzeugungskosten um sieben Euro-Cent pro kWh steigen würde.

Ein Druckluftspeicher der neuen Generation kann mit einem Wärmespeicher kombiniert einen klugen Puffer für erneuerbare Energien darstellen. Eine Demonstrationsanlage mit einem Speicher von einer Gigawattstunde unter dem Namen ADELE (Adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitäsversorgung) soll ab 2013 realisiert werden. Er kann 40 hochmoderne Windräder für fünf Stunden komplett ersetzen.

Eine Solarzelle der dritten Generation kann extrem dünn und flexibel verarbeitet werden. Sie besteht hauptsächlich aus organischen Materialien und kann kostengünstig und schnell hergestellt werden. Sie werden zur Integration in Anwendungen und Systeme unseres Alltags mit begrenzter Wirkunsdauer angedacht, wie z.B. elektronische Geräte, um diese energieautark zu betreiben. Es wird viel geforscht um die Effizienz weiter zu steigern, erst Anfang Februar ist wieder ein großer Schritt für Hybrid-Solarzellen gelungen (“Applied Physics Letters”, Fachzeitschrift für Angewandte Physik)

Niederösterreich hat sich als Ziel gesetzt bis 2015, 100% des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Anpassungen an der einst erwähnten Stromboje von Aqua Libre machen den Hai zum Wal und erhöhen den Wirkunksgrad um 30%, dessen Einsatz in der Wachau somit dem Ziel zur Energieautarkie näher kommt.
Ein Energieturm liefert Wind- und Sonnenergie und verbindet ökologische als auch ökonomische Ziele miteinander. Er ist gedacht für Kleinbetriebe, die energieautark sein wollen: https://www.re-gen-energy.com/

Google engagiert sich für erneuerbare Energien, bis jetzt mit 24 Mill $. Sie wollen ihre Rechenzentren selbst mit Strom versorgen, der Antrag ist bereits eingegangen. Mit dieser großen Anlage wollen sie genug Strom produzieren um auch ins öffentliche Netz einzuspeisen.

Broschürentipps:

  • Passivhaus Kompendium 2010 im guten Zeitschriftenhandel oder ISBN 978-3-00-029568-3, www.phk-verlag.de
  •  “Ökologisch bauen und gesund wohnen”. Die Broschüre besteht aus den beiden Teilen Neubau und Sanierung, bei der Oö. Akademie für Umwelt und Natur kostenlos erhältlich. Bestellungen telefonisch unter 0732-7720-13300 oder im Internet unter www.umweltakademie.at  — Publikationen.

Heizkostenvergleich – Sonnenhaus

Ende September ist von Konsument ein Heizkostenvergleich herausgekommen, der interessante Aussagen liefert. Nur ausgehend von den Heizmaterialien und nicht von den Anschaffungskosten sind Hackschnitzel immer noch am günstigsten mit 1,99 Cent/kWh, danach kommt die Wärmepumpe mit 4,87 Cent/kWh, der Pelletspreis liegt bei 5-6 Cent/kWh, Fernwärme bei 7-9 Cent/kWh, danach Erdgas und Heizöl, als Schlußlicht der Tagstrom mit 18,13 Cent/kWh. Eine gute Wärmedämmung allerdings kann mehr sparen als mit dem  billigsten Energieträger.  Mehr Informationen auf www.konsument.at sowie in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift.

Ich möchte noch gerne auf ein sehr nettes Kinderbuch hinweisen, dass für Kinder im Volksschulater oder Vorschulalter zum Vorlesen gut geeignet ist. Es heißt “Wir bauen uns ein Sonnen(Passiv)haus!” von Martina Feirer und Alexandra Frankel. Es wurde nominiert zum Energy Globe Award in der Kategorie “Jugend”.

Kyoto mit Teersand im Getriebe

Teersande sind eine Mischung aus Sand, Schotter und einer teerartigen Substanz, die äußerst energieintensiv abgegraben, erhitzt und gewaschen werden können um erdölvergleichbare Produkte zu gewinnen. Es gibt große Vorkommen in Kanada und Venezuela, die aber lange Zeit zu kostenintensiv zum Abbauen gewesen sind im Vergleich zu konventionellen Erdöl. Da mittlerweile der Peak Oil schon seit einigen Jahren überschritten ist, werden auch solche Vorkommen herangezogen um Öl zu gewinnen. In Alberta in Kanada sind es bislang einige tausend Quadratkilometer, die abgebaut wurden bis sie schließlich 1,6 Millionen Quadratkilometer erreichen werden. Diese Abbaugruben hinterlassen eine devastierte Landschaft, verschmutzte Flüsse und stoßen beim Abbau eine große Mengen an Treibhausgasen aus. Wer ein Auto mit Diesel aus Teersand fährt, verbraucht nicht sieben Liter sondern dreißig Liter Treibstoff auf hundert Kilometer, soviel wie ein Sattelschlepper und das mit einem PKW. Alleine dieser Abbau emittiert insgesamt mehr CO2 als Gesamtösterreich pro Jahr. Greenpeace wehrt sich bislang erfolglos gegen die wohl schmutzigste Aktivität der Erdölindustrie.

Ein stillgelegtes Braunkohlekraftwerk in Voitsberg in der Steiermark soll von Mirko Kovats’ Firma A-Tec Industries zu einem Steinkohlekraftwerk umgebaut werden und wieder in Betrieb gehen, mit der Unterstützung des roten Bürgemeisters und mit starken Protesten der Bevölkerung, die sich endlich etwas erholt haben von der jahrelangen Feinstaubbelastung zuvor.
Was noch um einiges gravierender einen größeren Bevölkerungsanteil trifft, ist der Mehraufwand an Steuergeldern, die dieses Projekt mitverbraucht. So wird Österreich als einziges Land der EU-15 seine Klimaschutz-Ziele nicht erreichen. Österreich liegt knappe hundert Millionen Tonnen CO2 über dem fünfjährigen Kyoto-Ziel. Bei Preisen von dreizehn bis fünzehn Euro pro Tonne kommt es zu einer Investition durch den Steuerzahler von weit über einer Milliarde Euro, abgesehen von den zahlreichen Milliarden, die Österreich jedes Jahr investiert um fossile Energie einzukaufen.
Damit wird Österreich ein beschämender Auftritt beim Kopenhagener Klimagipfel im Dezember diesen Jahres zuteil, der übrigens auch wieder einmal mit einer internationalen Petition des WWF unterstützt wird unter https://www.voteearth.at/

Atomstrom kostet übrigens auch 2,7€/kWh wenn man die wahren Kosten heranzieht und nicht an die 12 Cent/kWh. In Wahrheit wurde Atomstrom seit 1950 mit 260 Milliarden Euro gefördert und weitere 92,5 Milliarden müssen aufgewendet um Atommüll zwischen zu lagern. Somit wäre diese Art des Stroms bei weiten nicht wettbewerbsfähig. Diese Studie ist herunterzuladen unter www.foes.de/pdf/90903-Subventionen_Atomkraft_Endbericht-2.pdf

Wasser aktuell

Ich mich gefreut über Kommentare nach der letzten Rundmail im September. Ich bin auch wieder auf einige weiterführende Möglichkeiten aufmerksam gemacht worden. Es gibt vom Lebensministerium initiierte Beteiligungsmaßnahmen an EU Wasserrahmenrichtlinien mit informativen Webauftritt auf https://www.wasseraktiv.at/ und https://wisa.lebensministerium.at/

Es gibt EU-Pläne, dass die Donau zum Wasser-Highway ausgebaut werden soll. 200 Inseln sollen den über 1000 Kilometern Aubaggern zum Opfer fallen. Es sollen Maßnahmen wie Seitenarme abtrennen, Uferbestigungen schaffen, das Flußbett durch Dämme und Schwellen verengen, sowie das regelmäßige Ausbaggern der Fahrrinne mehrere internationale Großschutzgebiete betreffen. Es würden Beluga-Störe, Pelikane, zahlreiche seltene Vogelarten, Sumpfschildkröten und Fischotter bedroht. Der WWF ist der Meinung, dass ein Ausbau dieser Größenordnung der finale Todesstoß für die grüne Donau darstellen würde.

Zum Thema Wasser gibt es österreichische Patente zu schwimmenden Kleinwasserkraftwerken, die Strömungsenergie ausnützen, und somit keine baulichen Maßnahmen in Gewässern benötigen. Das wäre eine passende Alternative zur Verbauung von Flußstrecken oder auch nutzbar in Meeresströmungen. Mehr Information unter https://www.aqualibre.at/

Veranstaltungstipps

Es gibt einen neuen Film, der absolut sehenswert ist, die Premiere in Wien war wirklich lustig, auch die Diskussionsrunde danach..
Es handelt sich um den Film Plastic Planet, der in zahlreichen Kinos in Österreich ab 18.9. zu sehen ist, aber auch in vielen weiteren Ländern der Welt anlaufen wird. Die Internetseite ist äußerst informativ, zu finden unter www.plastic-planet.at.

Es soll ein weiterer sehr interessanter, frei finanzierter Film mit Hermann Scheer im Frühjahr nächsten Jahres auch ins Kino kommen namens Energy Autonomy – The 4h Revolution, mehr Informationen unter www.energyautonomy.org

Kommenden Montag, den 21.9. können wir, die Basis, an einem Klima Weckruf teilnehmen oder zuschauen. Es werden Flashmobs auf der ganzen Welt stattfinden, vier sind bislang in Wien angemeldet. Auf  www.avaaz.org/de/tcktcktck_map gibts konkretes zu erfahren.

Mochovce vs. Paddler

Wien setzt auf Widerstand gegen Mochovce, 160km entfernt sollen zwei Reaktorteile des Atomkraftwerks fertiggebaut werden mit dem Stand der Technik von vor 20 Jahren, die Slowakei setzt auf diesen “billigen” Strom. Billig ist er nur weil Atommüll-Entsorgungskosten nicht in die Betreiberkosten eingerechnet werden und normalerweise in den Zuständigenbereich der Behörden fällt. Es gibt noch immer kein brauchbares Endlager weltweit, dass sichere 3000 Jahre halten wird
In China werden 103 neue Atomreaktoren in den nächsten 20 Jahren ans Netz gehen, wobei die meisten als sogenannte “Brutreaktoren” geplant sind. Sie arbeiten nicht nur zur Erzeugung von Energie, sondern erzeugen gleichzeitig neues spaltbares Material. Man kann einen deutlich höheren Wirkungsgrad erreichen, verwendet flüssiges Natrium als Kühlmittel und hat keine Fehlertoleranz. Mich haben diese Informationen zum Grübeln angeregt, wo doch auch alternative Energiesysteme gebaut werden könnten…

Eine passende Seite zu Klimawandel und Anpassung in Österreich gibt es auch schon, sogar mit Umfrage unter Beteiligungsprozess und Breite Öffentlichkeit auf www.klimawandelanpassung.at

Wir sind alle für alternative Energie und wir wissen, dass es viele Möglichkeiten gibt diese herzustellen. Trotzdem sollen Österreichs letzte Flusstrecken mit Kraftwerken verbaut werden, 80% sind es eh schon, und damit vielen Lebewesen ihren stark begrenzten Lebensraum wegnehmen. Wir würden natürliche Überschwemmungsflächen zerstören und auch die Freude zahlreicher naturliebender Paddler. Viele Organisationen haben sich zusammengetan diese Flüsse zu retten mit einer Petition auf www.fluesse-voller-leben.at.

Energiewettbewerb in Österreich

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist eine geplante Gesetzesänderung in Österreich, mit der Natur- und Umweltschutz auf den Stand vor 25 Jahren zurückgeworfen würden. Umwelverträglichkeitsprüfungen sollen gelockert werden und “Wettbewerbsbeschleunigung” forciert, alle zukünfitgen Kraftwerke könnten trotz massiver Umweltbedenken gebaut werden. Der Verbund plant sowieso drei neue altmodische Kraftwerke, wobei eines davon immer noch Kohle verheizen soll. Sie überholen damit die VOEST als Spitzenreiter in Kohlendioxid Ausstoss, dass mit CO2 Zertifikaten von Steuerzahlen gegenfinanziert wird. Es ist verblüffend wenn man bedenkt, dass Rohstoffimporte zur Energieerzeugung den zweistelligen Milliarden Euro Bereich ansteuern und Inlandinvestitionen zur erneuerbaren Energieerzeugung mit 21 Millionen Euro gedeckelt werden. Da sind nach meinem Geschmack ein paar Zehnerpotenzen falsch gelaufen.
Es gibt eine Petition unter www.stopp-bevorzugten-kraftwerksbau.at sowie viele nützliche Informationen und einen sehr guten Newsletter auf www.oekonews.at.