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Bio-Erz

Wiedergewinnung von Metallen aus Klärschlamm und ähnlichen Substanzen mittels hyperakkumulierender Pflanzen

Die Anreicherung von Metallen aus diffus verbreiteten Konzentrationen, wie sie z.B. in Klär- und Abwasserschlämmen oder Müllverbrennungsschlacken vorliegen, ist über derzeit verfügbare technische Systeme nur unter großem Energieaufwand möglich. In einem Sondierungsprojekt wurde die Nutzbarkeit der Anpassungsstrategie von Pflanzen, die in ihrem Gewebe Metalle hyperakkumulieren können, untersucht. Mittels Test- und Analysereihen wurde abgeschätzt, unter welchen Rahmenbedingungen welche Pflanzenarten für Antimon, Chrom, Kobalt, Mangan, Nickel, Zink und seltene Erden besonders gute Anreicherungen von Klärschlamm liefern, wobei zusätzlich noch Blei, Cadmium, Kupfer und Quecksilber untersucht wurden, da diese Grenzwerte für Schwermetallkonzentrationen in Klärschlamm darstellen. Ziel ist es, die bestgeeignetsten Pflanzenarten sowie zweckmäßige Substrateigenschaften zu identifizieren. Weiters wurden teilweise geeignete Standorte für Österreich eruiert, wo diese Metalle in wirtschaftlich interessanten Mengen in Abwässern anfallen. Stakeholder  wurden von Anfang bis Ende der Prozesskette (Abfallwirtschaft, Industrie) angesprochen, um sie in die Entwicklung geeigneter Aufarbeitungsstrategien einzubeziehen.

Die Ziele dieses Projekts konnten für den ersten Schritt zufriedenstellend erreicht werden:

  • Gewinnung wertvoller Ressourcen aus Klärschlamm, Klärschlammasche oder metallreichen Industrieabwässern (z.B. Abwässer metallerzeugender Betriebe), auf energie- und umweltschonende Weise

  • gleichzeitig Entgiftung der Ausgangsmaterialien von Schwermetallen und damit Eröffnung der Möglichkeit, diese wieder dem biologischen Kreislauf zuzuführen (z.B. zur Düngung in der Landwirtschaft)


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Projektleitung: Technisches Büro für Technische Chemie
DI Monika Iordanopoulos-Kisser

Projektpartner: alchemia-nova

Projektstatus: abgeschlossen im April 2014