Erfolge und beendete Projekte

alchemia-nova ausgezeichnet!

 

Im Dezember 2007 wurde Hanswerner Mackwitz, Leiter von alchemia-nova, mit dem ÖGUT Umweltpreis 2007  für das Projekt "Bio-Cascading Fruit Stones" ausgezeichnet.

Prof. Hanswerner Mackwitz bei der Preisverleihung

Forschungssekräterin Christa Kranzel vom BMVIT (links), Prof. Hanswerner Mackwitz (Mitte) und Minister Josef Pröll vom Lebensministerium. 





LOOP-Linz (Love Orange Organic Plastic)

Früchte in Biokunststoff-Verpackung 

Biologisch abbaubare Werkstoffe ähneln ihren auf Erdöl basierenden Pendants in praktisch allen Belangen. Der große Unterschied liegt in der Tatsache, dass sie innerhalb weniger Monate zu H2O und CO2 zerfallen. Bei herkömmlichen Kunststoffen kann das bis zu einigen Jahrhunderten dauern. Genauere Informationen zu den unglaubllch negativen, ökologischen Auswirkungen herkömmlicher Kunststoffe, wie zu den Vorteilen von Biokunststoffen finden Sie auf der Hauptseite unter biologisch abbaubare Biokunststoffe.


Bioplastik nur mit diesem Zeichen 


Die Idee dahinter

Jährlich entstehen weltweit über 100 Milliarden Tonnen an organischem Material durch Photosynthese – geräuschlos und ohne Müll zu verursachen. In diesem geschlossenen Kreislauf werden diese Stoffe durch mikrobiellen Abbau in die Ausgangsprodukte CO2, H2O und Biomasse zerlegt.
Bei einem jährlichen Verbrauch von einigen hundert Millionen Plastiksäcken und einer Vielzahl von Obst- und Gemüseverpackungen allein in Österreich ist die teilweise Substituierung ein entscheidender Schritt in Richtung nachhaltige Zukunft. Weg vom Erdöl – hin zum Solarzeitalter lautet die Devise. LOOP-Linz versuchte den Konsumenten die Vorteile des neuen Materials namens Polymilchsäure näher zu bringen. Es kann aus Rohstoffen der Landwirtschaft, wie beispielsweise Kartoffel oder Mais, hergestellt werden. Die praktischen Vorteile der neuen Verpackungstechnologie konnten in Linz “live” erlebt werden – von Oberösterreichern vorort und dem Rest Österreichs im ORF. Die Konsumenten sollten angreifen, spüren, riechen und lernen, dass es einen Kunststoff gibt, der auf dem Kompost sehr wohl etwas verloren hat. Außerdem konnte getestet werden, ob das Symbol des “Sämlings” die richtige Entsorgung und Trennung ermöglichte. Ein erfolgreiches Unterfangen?


Eine Bio-Tragetasche von Spar 


Es funktioniert!

Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Durch die Initiative von alchemia-nova unterstützt von der oberösterreichischen Landesregierung, der Stadt Linz, vieler Einzelhandelsgeschäfte in Linz, Industrieunternehmen und der IBAW (Interessensgemeinschaft für biologisch abbaubare Werkstoffe) konnte der Kreislauf geschlossen werden. Nach dem Gebrauch wurden die Plastiksäcke in die Biotonne geworfen, von dort auf das Kompostwerk gefahren und letztendlich als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendet. Das Event war medial (ORF), sozial, ökologisch und ökonomisch auf der ganzen Linie erfolgreich. Auch die Befürchtungen, dass die Industrie die Vorteile der neuen Technologie nicht sehen würde, erfüllten sich nicht.
Seit Mitte 2007 vertreibt Interspar österreichweit Tragetaschen aus Biokunststoff und  Bio-Verpackungen für Obst und Gemüse, die eine längere Haltbarkeit  ermöglichen und zusätzlich kompostierbar sind.